Christian Petzold
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Author
Publication
2022 - Edition Text + Kritik, im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, München, Germany
Language
German
Word Count
23,750 words, Guess
Page Count
95 pages
Identifiers
- ISBN-103967076415
- ISBN-139783967076417
- OCLC Control Number1313510803
- Open LibraryOL43604887M
Classifications
- LCCPN1998.3.P48 C47 2022
Description
Es gebe die Maler, die Musiker und die Literaten unter den Filmemachern er selbst sei natürlich ein Literat, sagte Christian Petzold, einer der führenden Vertreter der Berliner Schule, einmal in einem Interview.0Man erkennt einen typischen Petzold-Film an seiner Sachlichkeit, die auf Effekte und kinematografische Spielereien verzichtet, aber schnell eine zweite Ebene eröffnet: die der emotionalen Abgrunde, Morde, der unaufgearbeiteten Geschichte, so in den drei "Polizeiruf 110"-Filmen (2015-2018), in "Toter Mann" (2001), "Phoenix" (2014) und "Transit" (2018). Die Liebe ist bei ihm das Band, das unwahrscheinliche Wendungen stiftet, so auch in "Jerichow" (2008) und "Undine" (2020). Die cineastische Neugierde Petzolds übersetzt sich in eine intellektuelle Reflexivität, so dass die Grundkonstellation seiner Filmerzählungen bereits eine Antwort auf die Erwartungsspielraume des Publikums ist. Ganz fundamentale Themen wie das der Schuld werden so neu verhandelt, beispielsweise in "Wolfsburg" (2003). Der Band widmet sich den bislang weniger erforschten Filmen und Themen, wie dem Einsatz der Musik, und folgt in exemplarischen Detailanalysen den Spuren der Filmgeschichte. Petzold ist ein Filmemacher, der sensibel ist für Geschlechterrollen und der es vermag, Stereotype und Erwartungshaltungen aufzubrechen, ohne zu provozieren.
Subjects
Places
People
Series Statement
- Film-Konzepte -- Heft 65, 2022
- Film-Konzepte -- Heft 65.
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