Eugenik und Sexualität
die Regulierung reproduktiven Verhaltens in der Schweiz 1900-1960
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Author
Contributions
- Braunschweig, Sabine - Contributor
- Imboden, Gabriela - Contributor
- Ritter, Hans Jakob - Contributor
- Küchenhoff, Bernhard - Contributor
Publication
2013 - Chronos, Zürich, Switzerland
Language
German
Word Count
50,250 words, Guess
Page Count
201 pages
Identifiers
- Open LibraryOL31287114M
- ISBN-139783034011310
- OCLC Control Number841148489
- Library of Congress Control Number2013368885
Classifications
- LCCHQ755.5.S95 W43 2013
Description
Eugenische Vorstellungen beeinflussten Medizin, Psychiatrie, Sexual- und Rechtswissenschaft bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus. Diese nachhaltige Wirkung beruhte auf der Vorstellung, die Reproduktion gezielt beeinflussen und so soziale Probleme lösen zu können. In diesem Zusammenhang wurde Sexualität erneut zum Thema gemacht und die Steuerung sexuellen Verhaltens legitimiert.Eugenik, Wissenschaft und Ideologie zugleich, hat durch die Vorstellung, dass das menschliche Erbgut durch Auslese verbessert werden könnte und sollte, rassistische Tendenzen verstärkt. Mit der Kategorisierung von <<lebenswertem>> und <<lebensunwertem>> Leben hat sie zur Ausgrenzung von Menschen beigetragen. Die vorliegende Untersuchung zeigt die Widersprüche und Ambivalenzen dieser Entwicklungen in der Schweiz und analysiert dabei die eugenischen Zusammenhänge zwischen einem zunehmend liberalen Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Verhaltensweisen und den Eingriffen Abtreibung und Sterilisation, <<gefährlicher Sexualität>> und Kastrationen. Thematisiert werden auch der Umgang mit Sexualität in den psychiatrischen Anstalten und die Verstärkung unterschiedlicher Sexualnormen für Männer und Frauen. Die Autorinnen und Autoren haben diese Entwicklungen erstmals anhand der PatientInnendossiers der psychiatrischen Kliniken in Basel untersuchen können. Sie vergleichen sie mit anderen Kliniken und stellen sie in den Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz.
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